In Folge von schweren Ereignissen bzw. Situationen außergewöhnlicher Bedrohung (Trauma) reagieren die meisten Menschen zunächst mit Belastungsymptomen wie Schlafproblemen, Schreckhaftigkeit, hoher Anspannung, sich aufdrängenden Erinnerungen oder Alpträumen an das Ereignis und starken Emotionen. Dies klingt in der Regel innerhalb weniger Tage oder Wochen ab. Ist dies nicht der Fall, ist es möglich, dass eine behandlungsbefürftige Erkrankung vorliegt. Dank umfangreicher Forschung kennen haben wir heute einige gute Methoden in der Psychotherapie, die helfen diese Problematik zu überwinden.
Überblick über häufige Traumafolgestörungen
- akute Belastungsreaktion /-störung (Symptome treten unmittelbar nach dem Trauma auf, klingen aber spätestens nach einem Monat wieder ab)
- PTBS, KPTBS: (komplexe) Posttraumatische Belastungsstörung (Symptome halten mindestens 1 Monat an; von komplexer PTBS spricht man bei erleben wiederholter und/oder früher Traumatisierung und hoher Symptomkomplexität die häufig auch zwischenmenschliche Beziehungen erschwert und mit einem niedrigen Selbstwertempfinden einhergeht)
- Anpassungsstörung (Nicht alle Kriterien einer PTBS sind erfüllt, diverse Symptome wie Depressivität oder Angst sind jedoch in Folge eines belastenden Ereignisses vorhanden)
Behandlung der PTBS und anderer Traumafolgestörungen
Zu den evidenzbasierten Methoden, also den sehr wirksamen Verfahren gehören die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie und das Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR). Welche der Methoden dabei zum Einsatz kommt hängt von ihren Vorlieben, der Art der Symptomatik und des Traumas ab.
Einen Überblick zu den aktuellen Behandlungsempfehlungen finden Sie in der Leitlinie.